Funktion der Öffnung

Das Ziel des Einstiegs ist in der Regel das Aufwerfen einer Problemfrage, doch viele Einstiege ermöglichen viele Fragen. Das ist sehr schön, wenn man eine Einheit mit den Schülern vorstrukturieren möchte, hier sind mehrere Fragen erwünscht. Im Falle, dass man nur eine Problemfrage in der Stunde behandeln möchte, kann man die Möglichkeiten durch entsprechende Materialgestaltung einzuschränken.

Ist es wichtig, dass möglichst alle Schüler sich des Problems bewusst werden, d.h. es benötigt immer Zeit, bis alle Schüler die Implikationen des Materials bedacht haben. Dies ist kein Nachteil, denn da der Einstieg sinnstiftend sein soll ("Warum machen wir das eigentlich?"), ist diese Zeit gut angelegt.

Wenn ein Einstieg offener ist, kommt es zu mehr eigenen Überlegungen, mehr Vorwissen wird einbezogen, die Frage kommt mehr aus den Gedanken der Schüler, sie machen sie sich so eher zu eigen, sie wirkt nicht übergestülpt. Auch wird die Fragekompetenz geschult: Gerade bei vielen Fragen und Überlegungen kommt es darauf an sie zu präzisieren bzw. das Problem einzugrenzen.

Allerdings ist ein offener Einstieg weniger zielführend, es wird mehr diskutiert, oft nehmen solche Stunden unerwartete Wendungen. [Anmerkung: Wenn man den Mut hat, auf die Schüler zu vertrauen, sind dies oft die schönsten Stunden.] Neben der geringen Zielgerichtetheit überfordern vollkommen offene Einstiege Schüler auch manchmal ("Was sollen wir machen?"). Nach einigen problemlösenden Stunden wissen die Schüler aber in der Regel, was erwartet wird. Nachteil der engeren, geschlosseneren Einstiege ist dann eben der Raum für weniger eigene Überlegungen, die Frage könnte aufgesetzt wirken, sie wird nicht zur Frage der Schüler.

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